Heinrich Bonn (1922 - 2013) war von 1971 bis 1977 Bürgermeister von Leeheim.

Heinrich Bonn war jederzeit stark in das gesellschaftliche Leben in Leeheim eingebunden, sei es als Bürgermeister oder Erster Beigeordneter, in der Kirche, im Rahmen seiner Verwaltungstätigkeiten, seinen Ehrenämtern oder als aktives Mitglied in verschiedenen Vereinen.

Heinrich Bonn an seinem 90. Geburtstag (mit Gratulant Bügermeister Werner Amend)
Heinrich Bonn an seinem 90. Geburtstag (mit Gratulant Bürgermeister Werner Amend)

 

Nach der Schulzeit arbeitete er im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern, mit dem Ziel selbst einmal ein selbstständiger Landwirt zu werden.

Anfang 1938 begann er eine Lehre als Schmied und Schlosser bei August Desch, Leeheim, Hauptstr. 29, die er mit den Gesellenbriefen als  Schmied und Schlosser beendete.

Dann kam der Krieg und er musste im Februar 1941 zum Militärdienst. Nach seiner Verwundung im Jahr 1944 und dem Ende des Militärdiensts im März 1945 kehrte er nach Leeheim zurück.

Direkt nach Kriegsende, im Juni 1945, wurde er zum Kassenverwalter der Gemeinde Leeheim verpflichtet. Im Selbststudium und Lehrgängen eignete er sich die Kenntnisse für diese Tätigkeit an. In der Folge wurde er mit der Führung weiterer Kassen seitens des Landrats beauftragt.

1971 wurde er durch die Gemeindevertretung in Leeheim zum hauptamtlichen Bürgermeister von Leeheim gewählt. In der Folge wurde er zweimal wiedergewählt. Seine Amtszeit als Bürgermeister von Leeheim endete am 31.12.1977 mit dem erfolgten Zusammenschluss der Gemeinde Leeheim mit den Gemeinden Crumstadt, Goddelau, Erfelden und Wolfskehlen zur Gemeinde Riedstadt. Nach dem Zusammenschluss arbeitete er als Erster Beigeordneter bis zum Erreichen der Altersgrenze des Ruhestandes 1983 für das Wohl der Gemeinde.

Mit dem Erreichen der Altersgrenze zog er sich aber nicht zurück. So nahm er unter anderem noch weiterhin folgende Ehrenämter wahr:

Ortsgerichtsvorsteher für Leeheim 1972 bis 1995
Schiedsmann für Leeheim 1972 bis 1998
Kreisjagdbeirat 1972 bis 1988
Sozialrichter beim Sozialgericht Darmstadt   1983 bis 1994

 

Dorfgemeinschaftsfest 1973 mit Helmuth Nold (rechts)
Dorfgemeinschaftsfest 1973 mit Helmuth Nold (rechts)

 

Als Bürgermeister von Leeheim und hauptamtlicher Beigeordneter von Riedstadt war er in vielen Verwaltungsbereichen und bei Kommunalverbänden auf kommunaler  Ebene tätig:

Kassenverwalter und Geschäftsführer des Astheim Erfelder Entwässerungsverbandes  1955 bis 1993
Verbandsvorsteher des Beregnungsverbandes in Leeheim 1962 bis 1991
Jagdgenossenschaft Leeheim - Mitglied des Genossenschaftsvorstandes bzw. Ausschusses seit 1956
Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaft Leeheim 1974 bis 1988
Evangelische Kirchengemeinde Leeheim - Kirchenvorsteher 1968 bis 1992
Erster bzw. zweiter Vorsitzender des Männergesangvereins 1954 bis 1972
VdK Ortsgruppe Leeheim, Gründungsmitglied (u.a. Schriftführer, Vorsitzender, Ehrenvorsitzender)  1948 bis 2013
Revisor im VdK-Kreisverband Groß-Gerau 1975 bis 1998
Revisor im VdK-Bezirksverband Darmstadt 1988 bis 1998

 

Ehrung durch Landrat Willi Blodt, 1988
Ehrung durch Landrat Willi Blodt, 1988

 

Er gehörte zu den Gründervätern vieler Leeheimer Vereine, denen er bis zuletzt verbunden war.

Sportverein FC Germania 07, Vereins- und Ehrenmitglied.
Geflügelzuchtverein Vereins- und Ehrenmitglied.
Motorsportclub, Vereins- und Ehrenmitglied.
Arbeiterwohlfahrt Leeheim, Vereinsmitglied, Vorstandsbeisitzer und Schriftführer.
SPD Ortsverein Leeheim, Mitglied und lange Jahre im Vorstand tätig.
DLRG Leeheim, Gründer im Jahr 1972 und seit dieser Zeit Mitglied und Ehrenmitglied.
Heimat- und Geschichtsverein Leeheim, Gründungsmitglied seit 1984, Vereinsvorsitzender seit Gründung. Ab 2002 Ehrenvorsitzender
Obst- und Gartenbauverein, Gründungsmitglied seit 1986.
Freiwillige Feuerwehr Leeheim, Förderndes Mitglied seit 1958
Lebenshilfe für geistig und mehrfach Behinderte v.V KV Groß-Gerau, Mitglied
Behindertensportgemeinschaft Groß-Gerau, Mitglied seit 1975
DRK Kreisverband Groß-Gerau, Mitglied seit 1974   
VDK Kriegsgräberfürsorge, Mitglied und örtlicher Vertrauensmann von 1965 bis 1997

 

Aus dem Antrag zur Umbenennung an den Magistrat:

Antrag:
Die die Sport- und Kulturhalle Leeheim wird in Heinrich-Bonn-Halle umbenannt.

Begründung:
Heinrich Bonn war von 1971 bis 1977 der letzte Bürgermeister von Leeheim und danach bis 1983 der erste hauptamtliche Beigeordnete der Gemeinde Riedstadt. Gleich nach dem Krieg 1945 hatte er die Leitung der Gemeindekasse Leeheim übernommen und war dadurch maßgeblich an der Überwindung der Kriegsfolgen beteiligt. Neben seinem politischen Engagement war er Hauptinitiator für die Gründung des Obst- und Gartenbauvereins Leeheim, der DLRG Ortsgruppe Leeheim und des Heimat- und Geschichtsvereins Leeheim.
Wegen seiner vielfältigen Verdienste um Leeheim und Riedstadt beantragen wir, Heinrich Bonn durch die Umbenennung der Sport- und Kulturhalle Leeheim, die in seiner Amtszeit als Leeheimer Bürgermeister gebaut worden war, in Heinrich-Bonn-Halle umzubenennen.

Quelle: http://assets04.hessenspd.net/docs/doc_62265_2015628104226.pdf

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